Gewöhnlich sind die Menschen dem begrifflichen Denken verfallen, das auf den Erscheinungen der Umwelt beruht. Daher stammen ihre Begierden und ihr Hass. Um die Erscheinungen, die euch umgeben, loszuwerden, müsst ihr dem begrifflichen Denken ein Ende setzen. Hört dieses auf, so sind die Erscheinungen der Umwelt leer. Sind diese leer, hört das Denken auf.
Huang-po
Januar 13th,2012
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Heftet euch an nichts jenseits des reinen Buddha-Wesens, der ursprünglichen Quelle aller Dinge. Nehmt an, ihr solltet die Leere
mit zahllosen Juwelen schmücken; woran könntet ihr diese festmachen? Das Buddha-Wesen gleicht der Leere. Wenn ihr sie auch mit unschätzbarem Verdienst und Weisheit schmücktet, wo könnten diese sich festsetzen? Sie würden nur das ursprüngliche Buddha-Wesen verbergen und unsichtbar machen.
Huang-po
Januar 12th,2012
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Buddha verkündet alle Dharmas, um jede Spur begrifflichen Denkens auszumerzen. Enthielte ich mich vollkommen des begrifflichen Denkens, was wäre dann der Nutzen aller Dharmas?
Bodhidharma
Januar 11th,2012
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Ein Mönch fragte Meister Chih-chang: »Wer ist der Buddha?« Der Meister sagte: »Würdest du mir glauben, wenn ich es dir sagte?« Der Mönch: »Weshalb sollte ich es nicht tun?« Der Meister: »Du bist er.« Der Mönch: »Wie kann ich das erkennen?« Der Meister: »Wenn auch nur ein Staubkörnchen in deinem Auge ist, werden allerlei trügerische Erscheinungen dich plagen.«
Der Besitz vieler Arten von Kenntnissen lässt
sich nicht mit dem Aufgeben der Suche nach
irgendetwas vergleichen. Dies ist das Beste aller
Dinge. Es gibt keine verschiedenen Arten von
Geist, und es gibt auch keine Lehre, die in Worte
gefasst werden kann.
Da nichts weiter zu sagen ist, ist die Versammlung
hiermit geschlossen.
Huang-Po
Die am Leben haften, werden sterben, und die
den Tod annehmen, werden leben.
Auf das Innere kommt es an. Schaut hinein in
das Innere, haltet es fest!
Dann werdet ihr erfahren, dass in euch etwas
lebt, das jenseits von Geburt und Tod besteht
und weder im Wasser ertrinken noch im Feuer
verbrennen kann.
Kenshin
Ein achteckiger Mühlstein saust durch die Luft.
Ein Goldmähnenlöwe hat sich in einen Straßenköter verwandelt.
Willst du dich im Nordstern verbergen,
so wende dich um und verschränke die Hände
hinter dem Südstern.
Yang Tei-nien
Alles, was irgendein Merkmal besitzt, ist Täuschung.
Wenn du erkennst, dass alle Merkmale unwirklich
sind, wirst du dein wahres Wesen erfahren.
Huang-po
Wenn ich meine zwei Hände zusammenschlage,
dann ergibt das einen Ton. – Doch was ist der
Ton der einen Hand?
Hakuin
Das Leben geht und der Tod kommt,
das Wasser fließt und die Blume welkt.
Heute aber weiß ich, alles ist eine Schöpfung
des Geistes, die in Erscheinung tritt.
Han-shan
Als Zen-Meister Chang-sha und sein Schüler
Yang sich eines Abends am Mondschein erfreuten,
sagte Yang: »Alle Menschen sind mit
diesem begabt, aber es gelingt ihnen nicht, es zu
verwenden.« Der Meister erwiderte: »Du könntest
es verwenden.« Yang: »Wie aber würdest du
es verwenden?« Ohne Zögern gab der Meister
seinem Schüler einen Fußtritt, so dass er zu Boden
fiel. Als er sich wieder erhob, erwachte er
zum strahlenden Licht des Geistes.
Eines Tages begegnete Hotei einem Zen-Mönch,
und dieser fragte ihn: »Was ist das Geheimnis des Zen?«
Hotei ließ sofort als stumme Antwort seinen
Sack, den er auf dem Rücken trug, zu Boden
fallen und breitete die Arme aus.
»Dann sage mir«, fragte der Mönch, »worin besteht
die Verwirklichung des Zen?«
Sofort ergriff der »Lachende Buddha« seinen
Sack, warf ihn sich über die Schulter und ging lachend
seines Weges, ohne sich noch einmal umzuschauen.